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Von allen Zeitschriften, die ich abonniert habe, gibt es hier vermutlich die wenigsten Themen, die direkt und unmittelbar nützlich für mich sind. Trotzdem gebe ich seit 3 - 4 Jahren Geld für diese Zeitschrift aus und werde es wohl auch weiterhin tun. Ein Widerspruch?
Nun, ich denke nicht. Zwar ist die Anzahl gering, aber diejenigen Informationen, die für mich von Nutzen sind, sind mitunter Gold wert. Das liegt weniger an der Genialität der dort enthaltenen Artikel, sondern eher an den Problemen, mit denen Windows uns Software-Entwickler konfrontiert. Im Kern ist Windows-Programmierung eine grauenhafte Angelegenheit:
Deshalb brauche ich eine Zeitschrift wie das Windows Developer's Journal. Es ist zwar ziemlich MFC-lastig (und ich vermeide es nach Möglichkeit, MFC einzusetzen), aber manche Dinge lassen sich übertragen, wenn nur die grundlegenden Informationen vorhanden sind.
Außerdem erfährt man so einiges über spezielle "Eigenschaften" des Microsoft Compilers - von frustierten Anwendern. Das ist für mich durchaus von Bedeutung, denn ich habe aus der Diskussion der letzten Monate dort zum Thema "Wie konform ist Visual C++ zum C++ Standard?" eine Konsequenz gezogen:
Sollen bestimmte Teile einer Anwendung plattform-unabhängig sein (weil Sie sie vielleicht nach Linux portieren wollen - oder sich zumindest die Möglichkeit offenhalten wollen, weil dort ganz spezielles Know-How enthalten ist, das auch in einigen Jahren noch wertvoll ist und nicht von einem spezifischen Compiler abhängig sein sollte), dann würde ich meinem Kunden dringendst (!) anraten, diese zentralen Teile nicht mit Visual C++ zu implementieren.
Wenn MFC dennoch zum Einsatz kommen muß - weil das Management es so will oder weil Libraries eingesetzt werden sollen, die ihrerseits MFC voraussetzen - dann würde ich eine Lösung vorschlagen, bei der mindestens die für den Kunden zentralen Teile mit einem standard-konformen Compiler realisiert und z.B. in einer DLL zur Verfügung gestellt werden. Richtig, das bedeutet zusätzlichen Aufwand und zusätzliche Kosten, aber nach dem heutigen Stand der Diskussion scheint das die einzige wirklich zukunfts-orientierte Möglichkeit zu sein.
Übrigens: Das letzte Beispiel hierzu aus einer langen Kette und eine wahrscheinlich kompetentere Meinung als meine zum Thema "Microsoft und C++ Standard" können Sie auch online nachlesen (dort: Bug++ of the Month).
Daneben bietet diese Zeitschrift etwas, was ich so nirgendwo anders gefunden habe: die sog. Windows Notes.
Falls Sie auch einmal vor dem Problem stehen, daß Sie z.B. eine Windows Message so einsetzen, "wie es im Buch steht" (also in der Dokumentation), aber irgendetwas geht trotzdem schief: Vielleicht helfen Ihnen dann auch diese Notes von WDJ: eine unschätzbare Sammlung von Fehlern der Windows-Dokumentation zusammen mit den notwendigen Korrekturen.
Die können Sie übrigens über das Internet herunter laden (WDJ Notes) - Sie brauchen noch nicht einmal Abonnent zu sein. Aber vielleicht haben Sie auch Lust bekommen, sich die Zeitschrift einmal genauer anzusehen. Schaden wird es sicher nichts ...
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